Kellerführungen sind ein besonderes Erlebnis

Mit den Kellerfreunden in Schneeberg unterwegs

Die Kellerfreunde in Schneeberg leisten einen wichtigen Beitrag, um eine Jahrhunderte alte Kultur zu bewahren. Es war ein erlebnisreicher Nachmittag, den ich mit mehr als zwei Dutzend Interessierten am Sonntag, 24. Juni 2018 in Schneeberg erlebte. Vom Dorfwiesenhaus aus ging es zu den Kellern am Sommerberg.
Hier zu der Zusammenfassung der Führung.

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Mainduathlon am 15. April 2018: Danke!

Mainduathlon am 15. April 2018

Danke allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern,  den Zuschauern, dem Helferteam (freiwilligen Feuerwehren, BRK, Bergwacht, THW, dem TV Miltenberg, dem Engelberglaufteam sowie allen weiteren freiwilligen Helfern) und allen Sponsoren, die zum Erfolg und reibungslosen Ablauf des Mainduathlon am 15. April 2018 beigetragen haben.

Ebenso ein großes Dankeschön an alle Anwohnerinnen und Anwohner für ihr Verständnis!
Hier zum Pressebericht

 

Partitzipation ist ein Zukunftsthema

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Meinungsaustausch

Wir machen die Partizipation junger Menschen zum Zukunftsthema für den Landkreis Miltenberg und seine 32 Gemeinden. Am 4. März setzten wir uns beim 2. Partizipationsforum mit positiven Beispielen aus Moosburg und Kulmbach zu eher repräsentativen und offenen Formen auseinander, um konkrete Projekte für uns entwickeln zu können.

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Helmut Platz bei der Begrüßung.

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Ehrenamtliches Engagement gewürdigt

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Premiere im Landkreis Miltenberg: Würdigung und Anerkennung für die ehrenamtlich und bürgerschaftlich Engagierten im Landkreis Miltenberg.
Gemeinsam mit Staatssekretär Florian Hintersberger würden wir das Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger – ohne dieses ist eine freiheitliche demokratische Gesellschaft nicht lebensfähig!
Großer Dank in Form einer kleinen Karte
Im Rahmen eines Ehrenabends haben Landrat Jens Marco Scherf und Staatssekretär Johannes Hintersberger am Donnerstagabend in der Collenberger Südspessarthalle die ersten goldenen Ehrenamtskarten an 65 ehrenamtlich Tätige überreicht, die sich schon seit Jahrzehnten für ihre Mitmenschen einsetzen.
Für Landrat Jens Marco Scherf ist ehrenamtliches Wirken ein bürgerschaftliches Engagement, das das Fundament der freiheitlichen demokratischen Grundordnung darstellt. „Ohne das bürgerschaftliche Engagement würde weder unsere Gesellschaft in sich, noch unser Zusammenleben im Praktischen funktionieren können“, wies er auf die vielfältigen Tätigkeitsfelder der ehrenamtlich Tätigen in Rettungs- und Hilfsorganisationen, Kunst, Kultur, Sport, Bildung, Pflege und sozialen Einrichtungen hin. Auch die bevorstehende Zertifizierung des Landkreises als Bildungsregion werde nur aufgrund des großen ehrenamtlichen Einsatzes möglich.
Eine freie Gesellschaft bekomme den Sinn nicht „von oben“ diktiert, dieser entstehe vielmehr dank des Engagements der Bürgerinnen und Bürger. „Sie geben der im Grundgesetz und der Bayerischen Verfassung garantierten Freiheit den Sinn durch ihren Einsatz für das Gemeinwohl“, richtete Scherf das Wort an die Ehrenamtlichen und wies darauf hin, dass sich im Landratsamt Helmut Platz um die Unterstützung der Ehrenamtlichen kümmert. Die Ehrenamtskarte, für deren Einführung seit 1. Juli 2016 Martina Königsfeld zuständig ist, stärke das bürgerschaftliche Engagement.
Der Landrat erinnerte an den ersten Ehrenabend des Landkreises am 5. Februar 2015, an dem der inzwischen verstorbene Ehrenamtsbotschafter der Bayerischen Staatsregierung, Markus Sackmann, vehement für die Einführung der Ehrenamtskarte plädiert hatte. Die Karte, deren Einführung der Kreistag im Jahre 2015 beschlossen habe, sei bislang über 400 Mal beantragt worden, wusste Scherf: 307-mal als blaue Karte und 125 als goldene Karte. Nun beginne der Landkreis mit der Verleihung der goldenen Karten, im März sei die Ausgabe der ersten blauen Karten in der Frankenhalle Erlenbach geplant.
Um die Karte zu bekommen, müssten hohe Hürden genommen werden, listete Scherf auf. Die unbefristet gültige goldene Ehrenamtskarte erhielten auf Wunsch Inhaber des Ehrenzeichens des Ministerpräsidenten, Feuerwehrdienstleistende, Einsatzkräfte im Rettungsdienst und sonstigen Einheiten des Katastrophenschutzes, die eine Dienstzeitauszeichnung nach dem Feuerwehr- und Hilfsorganisationen-Ehrenzeichengesetz erhalten haben sowie Ehrenamtliche, die nachweislich mindestens 25 Jahre lang jährlich 250 Stunden oder fünf Stunden pro Woche ehrenamtlich tätig waren. Deshalb sei der heutige Tag ein großer Tag, um diesen Einsatz zu würdigen und wertzuschätzen. Scherf dankte auch den Förderern der Karte und den Akzeptanzpartnern, allen voran dem Hauptsponsor, der Sparkasse Miltenberg-Obernburg.
Das Ehrenamt sei in Bayern deshalb so erfolgreich, weil es sich direkt am Menschen ausrichtet und nicht verordnet wird, betonte Staatssekretär Johannes Hintersberger in seiner Laudatio. Ob Alt oder Jung, ob alteingesessen oder zugezogen – beim Engagement spiele das keine Rolle. Das beginne mit der Familie, in der Ehrenamtliche einen Rückhalt finden und setze sich in den Kommunen fort, wo junge Menschen zuerst erfahren, was Gemeinwesen bedeutet. Die Staatsregierung nehme deshalb gerne 8,6 Milliarden Euro in die Hand, um die Gemeinden fit zu machen für die Erfüllung ihrer Aufgaben, stellte er fest. Er zitierte die Ergebnisse einer Umfrage des Bayerischen Rundfunks, in der nach dem Grund gefragt wurde, warum die Menschen gerne in Bayern leben. Überraschenderweise sei der Hauptgrund die Wertschätzung des Füreinanders und Miteinanders gewesen, so Hintersberger. In Bayern seien über fünf Millionen Menschen konstant ehrenamtlich engagiert, freute er sich, das unterstreiche das hohe Potenzial des Ehrenamts. „Das Ehrenamt ist entscheidend für den Zusammenhalt der Gesellschaft“, sagte Hintersberger, es sei „der Kitt der freiheitlich-demokratischen Gesellschaft.“
Die Politik suche ständig nach Wegen, dieses Engagement zu fördern. „Das Ehrenamt ist nicht mit Geld aufzuwiegen“, steht für den Staatssekretär fest, „denn das würde dem Ehrenamt das Herz herausreißen.“ Stattdessen müsse man den Einsatz wertschätzen „als großen Dank in Form einer kleinen Karte.“ Mit der Ehrenamtskarte reihe sich der Landkreis ein in die 81 Landkreis und kreisfreien Städte in Bayern, die diese Form der Wertschätzung bereits eingeführt haben. Der Freistaat trage seinen Teil dazu bei, in dem er den Inhabern der Karte freien Eintritt in alle Schlösser und Burgen gewährt, die sich im Besitz des Freistaats befinden. Als weiteres Zeichen der Wertschätzung sei man zurzeit dabei, eine Zukunftsstiftung Ehrenamt zu gründen, sagte er. Damit wolle man die Förderung kleiner Projekte außerhalb des Haushalts ermöglichen. Er wies auch auf den Ehrenamtsnachweis hin, der den Arbeitgebern verdeutlicht, welche sozialen Kompetenzen ihre Mitarbeiter haben. Zudem wolle man auch in der Bildungsregion das bürgerschaftliche Engagement inkludieren. Die Staatsregierung sei zudem stets dankbar für Anregungen, wie man das Ehrenamt weiter stärken kann. Vom Ehrenamt profitiere aber auch der Engagierte selbst. „Es ist schön zu sehen, wenn junge Leute in Verantwortung hineinwachsen und sich gut entwickeln“, sagte er und überreichte auf der Bühne gemeinsam mit Landrat Jens Marco Scherf die Ehrenamtskarten.
Zu Beginn der Veranstaltung hatte Collenbergs stellvertretender Bürgermeister Andreas Freiburg festgestellt, dass gerade im ländlichen Raum die Gemeinden stark auf das Ehrenamt angewiesen seien. „Das Ehrenamt ist hier Teil der Leitkultur“, so Freiburg, der künftig auf möglichst viele Ehrenamtskarten hoffte, denn dies sei ein Beweis dauerhaften Engagements.
Die Feier wurde musikalisch von einem Ensemble der Fränkischen Rebläuse mit Michel Reinhart, Paul Tabery, Wendelin Meisenzahl, Klaus Tabery und Rudi Tabery umrahmt, dem offiziellen Teil schloss sich ein Empfang an.
Die Inhaber der goldenen Ehrenamtskarte
Diese Personen haben die goldene Ehrenamtskarte bekommen: Thomas Bretz und Matthias Geis (beide Bürgstadt), Maria Schnellbach (Collenberg), Albert Steffl (Dorfprozelten), Wolfgang Reichert und Dieter Ritter (beide Elsenfeld), Stefan Fuchs, Stefan Hofer, Stefan Reis, Gerhard Schuhmacher, Marco Schnurr, Karl-Heinz Zöller, Holger Zöller (alle Erlenbach), Otto Rummel (Eschau), James Bachmann, Norbert Fertig, Albert Fuchs, Alexander Grein, Harald Hepp, Paul-Josef Karl, Werner Konrad, Marco Metzner, Walter Oetzel, Peter Schulten, Michael Weber, Albert Weber, Lothar Weber, Willi Weber, Roland Wolf, Günther Zimmermann, Werner Zöller und Hans-Otto Zöller (alle Faulbach), Martin Oettinger (Großheubach), Uwe Heider (Großwallstadt), Eckhard Bein (Hausen), Benedikt Gareus und Holger Neef (beide Kleinheubach), Günther Horlebein und Horst Krüger (beide Kleinwallstadt), Alexander Arnold und Silvia Wüst (beide Klingenberg), Thomas Fries (Laudenbach), Karlheinz Brunner, Harald Hohm und Hermann Schneider (alle Miltenberg), Klaus Kühnapfel und Reinhold Kullmann (beide Mömlingen), Konrad Süss (Mönchberg), Dieter Nowotzin und Alexander Ziesler (beide Niedernberg), Bruno Grimm, Egon Heilmann, Alberto Herkert, Rudi Herkert, Hermann Kohl, Leo Lebküchner, Ludwig Neff, Alfred Pfister, Elisabeth Pfister, Martin Straub, Jürgen Werner (alle Rüdenau), Robert Franz und Martin Preu (beide Sulzbach), Karl Heinz Berninger, Siegfried Schellenberger und Werner Weißenseel (alle Wörth).

Neues Konzept für den Sommerrausch

Moderator des Sommerrauschs Michl Müller. Foto: Wikimedia Commons
Moderator des Sommerrauschs Michl Müller. Foto: Wikimedia Commons

Das Kabarettfestival des Landkreises Miltenberg, der „Sommerrausch“, findet 2017 wie gewohnt statt, für das kommende Jahr arbeiten Landkreis, Stadt Amorbach und alle weiteren Beteiligten an einer Neukonzeption. Dies wurde in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Soziales am Montag deutlich.

Kulturreferentin Juliana Fleischmann stellte dar, dass das Veranstaltungsformat mehrere Risiken in sich trage – etwa die extreme Wetterabhängigkeit. Dies sorge für Unsicherheit beim Publikum, zu möglicherweise matschigem Untergrund mit Folgen für den Bühnenaufbau. Das Legen von Beleuchtung und Strom, Aufbau von Toilettenwagen, Schaffung von Aufenthaltsbereichen für Künstler, Installation einer Abwasserpumpe und der weitere logistische Aufwand seien enorm, zählte Fleischmann auf. Dazu komme, dass Kabarett eher von kleineren Räumlichkeiten lebe. Ein Festival wie der „Sommerrausch“ verlange zunehmend nach namhaften Künstlern, was auch steigende Honorare bedeute. Dies, sagte die Kulturreferentin, verlange eine „kommerziellen und gewinnbereitenden Ausrichtung.“ Deshalb sei zu überlegen, ob der Landkreis dieses Risiko tragen sollte und damit schlussendlich auch der Steuerzahler Kosten übernimmt. Hier lesen Sie weiter

Ja zu Rhein-Main, aber eigenes Profil der Region bayerischer Untermain schärfen

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Die Protagonisten bei der Regionalkonferenz in  Wörth ziehen  Resümee über 20 Jahre Aktivitäten der Initiative bayerischer Untermain.

Auf den Tag genau war es auch der zwanzigste Geburtstag der Initiative bayerischer Untermain, als am 23. die Regionalkonferenz im Wörther Schifffahrtsmuseum stattfand. Politik, Wirtschaft und Handwerk hatten damals einen Schulterschluss vollzogen, um wirtschaftlich voranzukommen. Am Schluss der Veranstaltung wurde die Entwicklung in einer Replik mit den verschiedenen Protagonisten beleuchtet und mit Prognosen für die Zukunft abgerundet. Ein Fazit, das auch in den Workshops eine zentrale Rolle spielte: Ein «Ja« zur Metropolregion Rhein-Main, aber mit einem eigenen, regionalen Gesicht und einer klaren Positionierung und Fokussierung auf die drei Gebietskörperschaften am nördlichsten Zipfel Bayerns.

Es läuft schon recht rund am bayerischen Untermain, wie Regierungspräsident Paul Beinhofer feststellte: «Das geschlossene Bewusstsein ist sicht- und spürbar«. Aschaffenburgs Oberbürgermeister Klaus Herzog sieht ein wichtiges Ziel im Vorantreiben des Technologietransfers und im Potenzial Bildung. »Wir müssen unsere Hausaufgaben selbst machen und dürfen nicht darauf warten, was Rhein-Main vorgibt«, so Landrat Ulrich Reuter, Verwaltungschef des Landkreises Aschaffenburg. Sein Miltenberger Kollege Jens Marco Scherf: »Wir müssen die Interessen der Region mit einer Stimme vertreten und schauen, wo der Hebel zur richtigen Weichenstellung sitzt«.

»Vernetzung« ist das Zauberwort, das schon im Vorfeld der Regionalkonferenz in einer Analyse der bereits vorhandenen Konzepte herausgearbeitet wurde. Die Diskussionsgrundlage wurde vom Büro Neuland aus den vielen teilräumlichen Fachplanungen zusammengeführt und in einzelne Punkte untergliedert. Damit hatten sich dann die Arbeitsgruppen zu befassen, die von den Themenfeldern «Interkommunale Zusammenarbeit« über »Mobilität und Verkehrsinfrastruktur«, »Arbeitsmarkt und Fachkräfte«, »Wirtschaftsförderung«, »Energie und Klima«, «Kulturlandschaft und Naturschutz«, bis hin zu »Seniorenpolitik und Gesundheit«, «Bildung«, sowie letztlich »Tourismus und Freizeit« reichten.

Bei der Vorstellung der Ergebnisse kristallisierte sich heraus, dass alle Themenfelder miteinander verwoben sind und ineinander übergreifen. Wo es beispielsweise eine gute Nahverkehrsplanung gibt, profitieren auch Industrie und Handwerk, Arbeitnehmer, Touristen, Gastronomie, kulturelle Einrichtungen, Schüler und Studenten wie auch Senioren vom Angebot.

Klaus Fischer, Geschäftsführer der Allgäu GmbH, klärte darüber auf, wie Entwicklung und Vermarktung von Tourismus- und Wirtschaftsstandort sowie die Marke Allgäu zentral unter einem Dach gebündelt wurden. Öffentlichkeitsarbeit, die nicht nur auf die Außenwirkung zielt, sondern die Menschen in der Region auf diesem Weg mitnimmt, sieht Fischer als starkes Mittel, um die Marke »Allgäu« zu einem festen Begriff zu etablieren. Eine Vernetzung innerhalb der Region, aber auch eine Kooperation über die Bezirks- und Landesgrenzen hinaus wertete er als wichtige Grundlage. Eine Evaluation, eine kontinuierliche Überprüfung der Maßnahmen und Konzepte sei unverzichtbar, um die Weiterentwicklung im Fluss zu halten und ein erfolgreiches Standortmarketing zu betreiben. »Das Allgäu ist mehr als Kühe und Berge«, so Fischer.

Nach Abschluss der Regionalkonferenz, die gut vier Stunden dauerte, waren sich die Teilnehmer beim Genießen regional produzierter und verarbeiteter Lebensmittel klar, dass der bayerische Untermain viel zu bieten hat und dies entsprechend vernetzt und in einer Kampagne mit kontinuierlicher Öffentlichkeitsarbeit vermarktet gehört. Der Strategieprozess wird weiter geführt und geht laut Regionalmanager Markus Seibel im Frühjahr mit einer weiteren Regionalkonferenz in die zweite Runde.

Wir sind Fairtrade-Landkreis

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Seit Donnerstagabend, 23. September 2016, darf sich der Landkreis Miltenberg offiziell Fairtrade-Landkreis nennen: Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz überreichte an Landrat Jens Marco Scherf die Zertifizierungsurkunde. Damit nicht genug: Der Landkreis verbindet sein Fairtrade-Engagement auch mit der Förderung regionaler Produkte. Auf diese Weise gewinnen nicht nur Produzenten aus den ärmeren Ländern, sondern auch einheimische Lebensmittelhersteller.

Untermalt vom Musikduo Romanike (Ulrike Walter und Roman Doubravsky), moderierte Landrat Jens Marco Scherf vor zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung sowie ehrenamtlich Tätigen die Verleihungsfeier. Die kontroverse Diskussion im Kreisausschuss, als es um das Thema Fairtrade-Landkreis gegangen war, haftete noch in der Erinnerung. Dennoch war das Ergebnis konstruktiv. Die inhaltliche Auseinandersetzung hat schließlich zur Kampagne „fair und regional – einfach genial“ geführt und werde beiden Ansätzen gerecht.

Der Kreistag hatte die Bewerbung des Landkreises einstimmig befürwortet und verfolgt  unter anderem das Ziel, mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel durch bessere Handelsbedingungen zu schaffen sowie die sozialen Rechte für benachteiligte Produzentinnen und Produzenten sowie Arbeiterinnen und Arbeiter, insbesondere in den Ländern des Südens, zu sichern. Nur wenn Menschen überall auf der Erde in Frieden von ihrer Arbeit leben können und eine soziale Grundsicherung haben, können Fluchtbewegungen vermieden werden.

Dass die Bemühungen zum Fairtrade-Landkreis erfolgreich waren, ist denMitgliedern der Steuerungsgruppe zu verdanken: Hubert Eckert, Lukas Hartmann, Petra Münzel, Robert Faust, Annette Dekant, Dr. Jürgen Jung, Karlheinz Paulus und Anna Karl.

Mit „my fair ladies and gentlemen“ begrüßte der Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz die versammelten Gäste in Anspielung auf das Wort Fairtrade. „Die Reichen werden reicher, die Armen zahlreicher“, wies er auf die ungleiche Verteilung des Reichtums in der Welt hin. Es sei Zeit zum Umdenken, fand er und forderte dazu auf, lokal zu handeln und global zu denken. Mehr Solidarität sei gefragt und gerade Deutschland als reiche Industrienation sei in der Pflicht, einen konkreten Beitrag hierfür zu leisten. Von den Bemühungen im Landkreis Miltenberg, Fairtrade-Landkreis zu werden, zeigte er sich sehr beeindruckt. „Die fünf Anforderungen sind hoch, aber der Landkreis hat sie mit Bravour erfüllt“, lobte er. Das Siegel sei ein Auftrag für weitere Aktivitäten, sagte er, denn es müsse alle zwei Jahre wieder erworben werden. Er hob den enormen Einsatz der Steuerungsgruppe hervor und forderte die Bürgerinnen und Bürger auf, ihren Beitrag zu leisten. Es dürfe nicht sein, dass Menschen sich teure Kaffeemaschinen leisten, darin aber billigen Kaffee zu bereiten, sagte er. In Deutschland sei beim Umsatz von Fairtrade-Produkten noch viel Luft nach oben: Während jeder Bürger in der Schweiz 58 Euro pro Jahr mit solchen Waren umsetzt und jeder Brite 33 Euro, liege der Wert in Deutschland gerade einmal bei zwölf Euro. Die Palette der Produkte sei riesig, führte Holz eine lange Liste von Waren auf und überreichte die Zertifizierungsurkunde.

Robert Faust, Mitglieder der Steuerungsgruppe und des Eine-Welt-Ladens Mömlingen, berichtete von erfolgreicher und konstruktiver Zusammenarbeit im Steuerkreis. Es mache Freude, vieles sei in den Gemeinden und Schulen in Bewegung, sagte er und erwähnte unter anderem das Miltenberger Gymnasium, das Fairtrade-Schule werden will. „Die Menschen ziehen mit und entwickeln eigene Ideen“, lautete seine Erkenntnis. Dank des Einzelhandelsfachmanns Hubert Eckert wisse man beispielsweise, wie man richtig an Gastronomen herantritt. Das Fairtrade-Programm entfalte seine Wirkung aber nicht nur in der Breite, sondern auch in der Tiefe. „Wir haben noch viele Ideen“, machte er Neugier auf weitere Vorhaben der Steuerungsgruppe.

Harald Blankart, Kreisrat, Bereichsleiter Landwirtschaft am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Karlstadt und ehemaliger Entwicklungshelfer, stellte die wichtige Arbeit der Landwirte vor. Sie sorgen nicht nur für gesunde und ausreichende Lebensmittel, sondern erhalten auch das Landschaftsbild. Leider seien die Preise für die Produkte alles andere als ausreichend. Die Milchpreise, die aufgrund der hohen Milchmengen im Markt bis auf 20 Cent pro Liter gesunken seien, bezeichnete er als „katastrophal.“ Man steuere nun mit einem Milchmengenreduzierungsprogramm dagegen, sagte er. Die Verbraucherinnen und Verbraucher könnten am besten helfen, wenn er die Milch direkt beim Bauern kauft, das sei aber im Landkreis Miltenberg gar nicht so einfach. Die Entfernungen dürften auch nicht zu groß sein, da weite Fahrten nicht ökologisch seien. Allerdings gebe es nun die Möglichkeit, Käseprodukte aus der Region zu kaufen. Da es keine Molkerei mehr im Landkreis gibt, habe man Kontakt mit der Molkerei im hessischen Hüttenthal aufgenommen und einen Versuch gestartet: Aus 1100 Litern Miltenberger Milch sei dort der „Miltenberger Käsetaler“ hergestellt worden, der über die Bürgstadter Firma Käse Münch vertrieben wird. Dabei gebe es nur Gewinner: Der Erzeuger bekomme einen angemessenen Milchpreis, der Konsument könne zu einem angemessenen Preis ein regionales Milchprodukt kaufen. Blankarts Appell: „Kaufen Sie Produkte aus der Region so nah wie möglich am Erzeuger.“ Man hoffe, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher dieses Angebot wahrnehmen, so dass die nächsten Taler produziert werden können.

Blankart stellte das Regionalsiegel „Aus der Region“ vor,  das stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden soll. Darüber können regionale Produkte öffentlichkeitswirksam vermarktet werden. Über 40 Betriebe seien gelistet, mehr seien wünschenswert. Das Siegel bekommen beispielsweise Gastronomen, die mindestens zwei regionale Gerichte auf der Speisekarte haben und Einzelhändler, die mindestens zwei Produkte im Sortiment führen. „Fair und regional – einfach genial“ – mit der Umsetzung dieses Mottos sei allen geholfen, stellte Blankart fest.

Mit einem großen Puzzle wurde anschließend verdeutlicht, wie der Landkreis Miltenberg und die ganze Welt zusammen passen.

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Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz (links) überreichte die Zertifizierungsurkunde des Landkreises als Fairtrade-Landkreis.

Bau einer Lärmschutzwand Odenwaldstraße Kleinheubach

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Die Verkehrsführung der Umleitung um und durch Kleinheubach.

Von Montag, 01.08.2016 bis voraussichtlich Samstag, 17.09.2016 wird auf der B 469 im Bereich der Odenwaldstraße Kleinheubach eine Lärmschutzwand errichtet.
Der Bau erfolgt in zwei Bauabschnitten.

Für den 1. Bauabschnitt vom Montag, 01.08.2016 bis Freitag, 26.08.2016 wird die B 469 halbseitig gesperrt.
Der Verkehr aus Aschaffenburg in Richtung Miltenberg kann die B 469 befahren (Einbahnstraße). Die Fahrtrichtung Miltenberg – Aschaffenburg ist jedoch komplett gesperrt. Die Umleitungsstrecke ist ausgeschildert und führt von der St 2441 (Abzweig Gewerbegebiet Im Steiner) über die Ortsstraßen „Alte Miltenberger Straße“ und „Hauptstraße“ zur B 469 – Anschlussstelle Kleinheubach Nord (siehe beigefügte Skizze). Die Hauptstraße ist zwischen Einmündung Löwensteinring und Bahnhofstraße sowie zwischen Sudetenstraße und der Einmündung Zur Gänswiese als Einbahnstraße ausgewiesen. Das Linksabbiegen in die Straße Zur Gänswiese ist nicht möglich.

Im Zeitraum vom Samstag, 27.08.2016 bis Sonntag, 04.09.2016 wird die halbseitige Sperrung der Fahrbahn aufgehoben und der Verkehr kann während der Michaelismesse uneingeschränkt zweispurig die B 469 befahren.

Im 2. Bauabschnitt vom Montag, 05.09.2016 bis Samstag 17.09.2016 erfolgen Restarbeiten an der Lärmschutzwand. Dazu ist wiederum eine halbseitige Sperrung der B 469 im Bereich der Baustelle notwendig. Eine Ampel regelt den Verkehr auf der Bundesstraße. Die Arbeiten erfolgen in der verkehrsarmen Zeit außerhalb des Berufsverkehrs zwischen 09:00 Uhr und 15.30 Uhr.

Mit Verkehrsbehinderungen ist zu rechnen.

Aufgrund der Einbahnstraßenregelung ist der Busbetrieb nur eingeschränkt möglich. Die Bushaltestellen Schlosspark, Hirschplatz, Schule, Bahnhof, Raiffeisenbank und Marktstraße müssen entfallen.
Eine Ersatzhaltestelle wird am Friedhof im Siemensring eingerichtet.
Die Informationen über Veränderungen im Buslinienverkehr erhalten Sie im Internet unter http://www.vab-info.de oder am VAB-Servicetelefon 06021 1506666.

Die Hinweise zu den aktuellen Verkehrsbehinderungen durch Baumaßnahmen können auch auf der Internetseite des Staatlichen Bauamtes Aschaffenburg (www.stbaab.bayern.de) nachgelesen werden.

Käferplage in Obernburg

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Schirmherr im doppelten Sinne bei der Obernburger Käferplage.

 

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Schicke, auf Hochglanz polierte Oldtimer.

 

In diesem Jahr durfte ich bei der Käferplage als Schirmherr fungieren. Es hat mir große Freude bereitet. Eine tolle Sache und bewundernswert, wie ein Stück Kulturgeschichte von den Besitzern der Oldtimer und Klassikerfahrzeuge am Leben erhalten wird. Es gehört schon eine große Leidenschaft dazu. Weiterhin wurde das Büro für Stadtentwicklung und Stadtmarketing im Obernburger Rathaus der Öffentlichkeit vorgestellt. Ein wichtiger Meilenstein für Obernburg und die Region, um die Potenziale herauszustellen, weiter zu entwickeln und öffentlich zu machen. Das geht nur gemeinsam, mit den Bürgern und im Schulterschluss mit den 32 Kommunen des Landkreises, um Synergien zu nutzen und die Region insgesamt zu stärken.

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Auf der Bühne vor dem Rathaus mit Bürgermeister Dietmar Fieger.
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Bei der offiziellen Eröffnung des Stadtentwicklungs- und Stadtmarketingbüros im Sitzungssaal des Obernburger Rathauses (von links neben mir) mit Bürgermeister Dietmar Fieger, Käferkönigin Anna-Katharina Saal, Stadtmarketing-Manager Matthias Kraus und Stadtentwickler Alexander Herrmann.